Vom
Globetrotter zur stolzen Besitzerin eines Ferienhauses
an der Côte d'Azur.
Als ich beruflich vor etwa 20 Jahren
des öfteren auf Kreuzfahrtschiffen an die Cote
d’Azur reiste, war ich schon immer angetan von
der Schönheit des Landes, dem Meer, dem tiefblauen
Himmel und den herrlichen Villen, die sich in den Hügeln
eingenistet hatten, umrankt von einem Blumenmeer aus
Bougainvilleen und anderen mediterranen Pflanzen.
Hier würde ich gerne wohnen…dachte ich,
aber leisten werde ich mir das nie können.
Viele Jahre gingen vorüber, und mein Beruf brachte
mich an viele schöne Orte weltweit.
Im Frühjahr 1999 , nach meiner vollendeten Arbeit
im Hochland von Schottland, wollte ich für einige
Monate abschalten und nur Sonne, Wind, und Meer genießen.
Deshalb entschloss ich mich kurzerhand bei einer Freundin
zu wohnen, die außerhalb von St.Tropez eine Frühstückspension
hatte.
Wenn ich ihr zur Hand gehen würde, könnte
ich umsonst bei ihr wohnen… na, wenn das kein
Angebot war. Also entschloss ich mich von Ostern bis
Saisonende im September bei ihr zu bleiben.
Ich lernte dabei viele nette Menschen kennen, die Arbeit
war vielseitig, machte mir Spaß, und ich fing
an, Französisch zu lernen. Als es September wurde,
wollte ich gar nicht mehr weggehen von hier.
Ich schaute mir nur mal so zum Spaß nach evtl.
geeigneten Objekten um, die erschwinglich genug waren,
so dass ich mir ein Eigenheim an der Cote D’Azur
kaufen könnte.
Nach etwa 2 Monaten bot mir eine Immobilienfirma ein
Haus an, mit Meerblick, aber total herunter-gekommen.
Nach einer Nacht Überlegung sagte ich zu, und hatte
den Kaufvertrag im November in der Tasche.
Nun fing die eigentliche Arbeit an. Die Renovierung!
Dazu kamen 3 Freunde, die handwerkliche Berufe ausübten,
aber in der Winterzeit in Deutschland keine Anstellung
hatten. Bis April wollten wir mit den gröbsten
Arbeiten fertig sein. Das hieß, praktisch Tag
und Nacht am Bau zu sein, und ich hatte einen neuen
Job… Bauherrin und Architektin!
Außer den Außenmauern ließen wir
nichts stehen, und so hatten wir ziemlich viel Spielraum,
die Räumlichkeiten in 3 Studios und 1 Appartement
einzuteilen.
Mit viel Durchhaltevermögen, aber auch Durch-hängern
war es Anfang April 2000 geschafft und ich hatte schon
zu Ostern die ersten Gäste. Zuerst nur Freunde,
die ich zum *testen* einge-laden hatte. Nach und nach
folgten zahlende Gäste von nah und fern, und mittlerweile
ist meine Villa zu klein für die vielen Urlaubsanfragen
, so dass ich mich in der näheren Umgebung bis
hin nach St.Tropez um weitere Ferienunterkünfte
bemüht habe.
Ich würde mich sehr freuen, auch Sie hier eines
Tages persönlich begrüßen zu dürfen.
Birgit Barth, Les Issambres
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