Apulien
ist eine Schatzkammer der Kultur, übervoll mit
Zeugnissen großartiger Architektur und Kunst.
Durchreisen Sie Apulien vom Norden bis hin zur südlichsten
Spitze, Santa Maria di Leuca, so werden Sie die Vielfältigkeit
der Landschaft, ihrer Farben und der kulturellen Einflüsse
einer bewegten Geschichte kennenlernen.
Lecce, die Hauptstadt des Salento wird
wegen seiner vielfältigen Kultur auch das „Florenz
des Südens“ genannt.
Auf meiner Reise durch Apulien war ich immer wieder
überrascht von den gastfreundlichen und hilfsbereiten
Menschen, von den nicht mehr enden wollenden Olivenplantagen,
den geheimnis-vollen Buchten am Meer mit kristallklarem
Wasser und den langen Sandstränden an der adriatischen
Küste. Die Stadt Otranto, die östlichste Hafenstadt
Italiens ist eine wahre Kunststadt, sie liegt idyllisch
auf einem Fels, umgeben von der alten Stadtmauer mit
dem Castello aus dem 15. Jh. Leider ist Otranto auch
Anlaufpunkt albanischer „boat people“.

Torre Alfonsina in
Otranto
Bei S. Cesárea gibt es geheimnisvolle Grotten:
„Grotta Romanelli“ „Grotta Zinzulusa“
und „Grotta Rotundella“. Mein Besuch galt
der Grotte Zinzulusa, wie eine Theaterbühne öffnet
sich der Eingang vom Meer, der Gang zum Dom - einer
eindrucksvollen Halle - ist 135 m lang.

Eingang zur Grotte
Zinzulusa
Warm und romantisch dagegen waren die Sonnenuntergänge
über dem Ionischen Meer bei Santa Maria di Leuca,
70 km südlich von Otranto, der südlichsten
Spitze Italiens mit dem Santuario auf dem Hügel
- ein viel besuchtes Kloster mit Wallfahrtskirche, ein
beeindruckender Platz aus Marmor mit herrlichem Ausblick.

Santuario - Santa
Maria di Leuca

Sonnenuntergang über
Santa Maria di Leuca - der südlichsten Stadt Italiens
Fahren Sie weiter um das Kap Santa Maria di Leuca -
die Punta di Ristola bildet die Grenze zwischen dem
adriatischen und ionischen Meer - so erreichen Sie die
Westküste Apuliens „die Küste der Wachtürme“.
Aus dem 16. Jh. stammend, zeugen sie noch heute für
die tapfere Abwehr der Pulianer für Ihr Land. Lange
Strände mit feinem weissem Sand, unterbrochen von
felsigem Riff, ein Meer von unvergleichbarer Schönheit
mit fast einsamen Flecken unangetasteter und wilder
Natur mit wenigen kleinen Badeorten, das bietet das
Ionische Meer in Apulien seinen Gästen. Gute Restaurants
oder Agriturismen bieten ein typisches Essen der Region
zu Preisen, wie wir sie schon längst vergessen
haben.

Punta di Ristola
- die südlichste Spitze Italiens
sie bildet die Grenze zw. dem adriatischen u. ionischen
Meer
In Torre Vado finden Tauchbegeisterte ihr Ziel mit Tauchclub
und -schule, mit Verleih der Tauch-ausrüstung und
Shop. Ein paar Kilometer weiter nördlich erreicht
man die Küste Ugentos, die wohl schönsten
Strände am ionischen Meer um Torre San Giovanni,
ein Meer von unvergleichbarer Reflexe und Farben.


Strand von Ugento
mit feinem weissem Sand und Tamarisken
Weiter gen` Norden auf der Superstrada, welche Santa
Maria di Leuca mit Gallìpoli und Lecce verbindet
erreichen Sie die „schöne Stadt“ Gallìpoli.
Gallìpoli liegt einzigartig auf einer Insel,
die Altstadt wird mittels einer Brücke mit der
Neustadt verbunden. Sehenswert sind die Fontana Ellenistica,
der Barockbrunnen mit antiken Reliefs, das Castello
ist byzantinisch-staufisch, der Dom S. Agatha Lecceser
Barock, am Scheitelpunkt der Altstadtpromenade die Chiesa
della Purità.

Gallìpoli
am Abend

das byzantinisch-staufische
Castello in Gallìpoli, im Hintergrund die Neustadt
Wer im Salento, im südlichen Apulien Urlaub macht,
der sollte nicht versäumen, die Hauptstadt des
Salento zu besuchen - Lecce auch das „südliche
Florenz“ genannt -. Die Stadt ist kaum zu übertreffen
an Kulturgütern: in der Stadtmitte finden Sie die
Piazza Sant`Oronzo mit Amphitheater aus dem 2. Jh. n.
Chr. und die Oronzo Säule, an die Piazza Duomo
reihen sich der Dom S. Maria dell`Assunta, der Bischofspalast
und der Palazzo del Seminario mit Säulenhof und
Barockbrunnen und es könnte noch eine Aufzählung
folgen, Lecce ist reich an Kultur und Kunstgütern,
ebenso wie an schönen Boutiquen, guten Restaurants
mit italienischem Charme.



Amphitheatro in Lecce

Oronzo - Säule
in Lecce
Und wenn Sie schon im Salento sind, dann gehen Sie auch
an der Cantina Cooperativa di Melissano vorbei und kaufen
den guten, preisgünstigen Wein der Region „Melitta“
in weiß, rosè und rot. Er eignet sich bestens
für das gute „Cena“ am Urlaubsort oder
auch als Mitbringsel. Auf keinen Fall dürfen Sie
das hervorragende, ebenfalls preisgünstige Olivenöl
in derselben Cantina vergessen, Viale Stazione in Melissano
(Le) in der Nähe vom Bahnhof, Tel. 0833 587609
Wer mag schon in Apulien gewesen sein, wenn er nicht
mal die kleinen weißen Kathedralen „die
Trullis“ um Ostuni und Alberobello bis hin zur
Provinzstadt Martina Franca gesehen, oder gar drin gewohnt
hat. Alberobello das „Valle d`Itria“ mit
den meisten Trullis gleicht einer Zauberlandschaft.
Wie kleine Kathedralen stehen sie in der Landschaft,
weiß herausgeputzt mit trocken gemauerten Türmchen,
das Wahrzeichen Apuliens mit höchster Würdigung
in Alberobello. Seit kurzem wurden sie von der UNESCO
in das Erbgut der Menschheit aufgenommen. Die Struktur
des Trullo besteht aus einem konischen Dach, das auf
einem meist viereckigen Unterbau lehnt. Die Dächer
zieren oft mit Kalk gemalte Zeichen, heilige und weltliche
Symbole, Sterne, Kreuze, Mondsicheln oder Sternzeichen.
Möchten Sie Ihre Ferien in einem Trullo, Trullino
oder in einer Casedda verbringen? es ist möglich!
Bei Cisternino, zwischen Ostuni und Alberobello gibt
es ein Landgut mit wenigen Trullis und einer Casedda,
restauriert, klimatisiert und anspruchsvoll möbliert
in einem grossen Grundstück mit Obst- und Olivenbäumen,
welches einen Ferienaufenthalt im Trulli anbietet und
auf Wunsch typisches Abendessen im Garten serviert.
Und wenn Sie in Alberobello sind, dann müssen Sie
unbedingt das Ristorante „Trullo d`Oro“
im Zentrum besuchen, ein typisches Restaurant im Trullo
mit gutem Service in der Via F.Cavallotti, 27, Tel.
080 4321820

Alberobello - Zone
der Trulli
Ostuni die „città bianca“ liegt
auf einem Hügel und ist der touristische Magnet
der Provinz Brindisi , ein pittoreskes Labyrinth von
Gassen und Treppen, gemütlichen Plätzen und
herrlichem Ausblick auf die ausgedehnten Olivenplantagen
bis hin zum adriatischen Meer. Aber auch kulturell bietet
Ostuni einiges: die Piazza della Libertà an der
Grenze zwischen Alt- und Neustadt, das Rathaus in einem
ehemaligen Kloster, die Barockkirche S. Maria Maddalena.

Ostuni „città
bianca“ auf einem Hügel über dem adriatischen
Meer

Blick von Ostuni
auf das adriatische Meer

das Meer bei Marina
di Ostuni
Und wenn Sie Ihre Ferien mit Kinder verbringen dann
besuchen Sie die Zoosafari „Fasanolandia“
in Fasano, unweit von Ostuni.
Apulien mit seinen gastfreundlichen Menschen bietet
Ferien mit viel Kultur und Kunst, es ist umgeben von
2 Meeren, dem adriatischen und dem ionischen Meer mit
langen Sand- und Felsstränden mit kristallklarem
Wasser - wie Sardinien - und mit verträumten, unberührten
Badebuchten, Apulien ist nicht das Armeleuteland, so
wie man es hierzulande oftmals vermutet, die Bewohner
sind fleißig und kultivieren ihr trockenes Land
ohne daß sie hektisch oder gar ungastlich wirken,
jeder Besucher wird Apulien schätzen und lieben
lernen, Ferien für Geist und Seele.
Ihre Hilde Janssen
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